Handel

Die vorlaufenden Gutachten des Bezirkes, des Senates und der Aurelis stellen eine deutliche quantitative (Verkaufsflächenquadratmeter) und qualitative (Angebotsmix und Aufenthaltsqualität) handelsrelevante Lücke im Hauptzentrum Pankow fest. Eine einfache Inaugenscheinnahme der Breiten und Berliner Straße oder ein Vergleich zum Beispiel mit der Schloßstraße verdeutlichen dies.

Steglitz
Pankow
Einwohner
im Bezirk
291.871
366.899
Verkaufsquadratmeter
Hauptzentrum
167.000
27.120
Verkaufsquadratmeter in
höherrangigen Zentren
192.000
105.090
Verkaufsfläche
je 1 Mio. Euro Nachfragevolumen
124,1
61,4
         

Der Vergleich Pankow – Steglitz wurde von der GfK erarbeitet. Im Gutachten heißt es:

„Zählt man das in Pankow geplante Einkaufszentrum (.. rd. 30.000 m² Verkaufsfläche..) zur Verkaufsfläche der höherrangigen Pankower Zentren hinzu, so ergibt sich eine Verkaufsflächenausstattung von rd. 79 m² je 1 Mio. Euro Nachfragevolumen (Steglitz 124,1).“

Der überarbeitete Stadtentwicklungsplan Zentren ist im April 2011 vom Senat beschlossen worden. Das Hauptzentrum Pankow ist danach das einzige Hauptzentrum Berlins mit großem einzelhandelsrelevanten Handlungsbedarf (StepZentren 3, Tabelle 2). Egal wie hoch die Angebotslücke in Quadratmetern beziffert wird, auf jeden Fall ist sie erheblich. Deshalb hatten alle Planungsansätze in der Vergangenheit, wie auch unserer zur Grundlage, diese Lücke zu schließen.

Stadtentwicklungsplan Zentren 3, April 2011:„Betriebstypen wie Einkaufszentrum sind zur Stabilisierung und Aufwertung der städtischen Zentren zu nutzen….. Der Erlebniseinkauf gewinnt im Rahmen der Freizeitgestaltung an Bedeutung.“

Die Städte sind geradezu verpflichtet, ihre Einkaufsstraßen erlebnisorientiert auszubauen. Zum einen, um ein Gegengewicht zum Billigeinkaufen zu schaffen, zum anderen, um die Einkaufsstraßen für die Konkurrenz mit dem Internet fit zu machen. Wenn wir nicht wollen, dass in 20 Jahren nur noch über die als App herunterladbare 3D-animierte Einkaufsstraße im Internet bestellt wird und dann zur Anlieferung hunderte Kleinlaster von DHL, Hermes, UPS, usw. die Quartiere verstopfen und die gewachsenen Stadtzentren veröden, müssen wir heute handeln, d. h. die Hauptzentren im Sinne des Erlebniseinkaufens stärken.
Verfolgt man darüber hinaus das Ziel der autofreien Stadt, ist das Gelände Alter Güterbahnhof Pankow wie kaum ein zweites für eine solche Entwicklung geeignet, da es nicht nur an das Hauptzentrum anschließt, sondern auch an einer U-Bahn, S-Bahn bzw. Straßenbahnhaltestelle liegt und durch mehrere Buslinien angefahren wird.

Einkaufszentrum

Deshalb soll mit dem Bau des Einkaufszentrums die Zahl der Läden im Hauptzentrum Pankow erhöht werden. Die geplante Verkaufsfläche wurde im Planungsprozess reduziert und beträgt nunmehr 30.000 m². Die Stärkung des Hauptzentrums Pankow soll aber nicht nur in quantitativer Hinsicht erfolgen sondern auch in qualitativer. Deshalb wird der Angebotsmix aus Handel und Dienstleistungen sowie die Architektur herausragend sein.


Bild 1: Aktuelle Planung


Fachmärkte

Fassade Höffner München

Höffner Pankstraße (ca. 44.000 m² Verkaufsfläche) liegt heute mit Blick auf die Gesamtstadt nicht mehr richtig und soll durch zwei Neubauten in optimaler Lage ersetzt werden: Pankow auf dem alten Güterbahnhof und Wilmersdorf auf dem alten Rangierbahnhof Grunewald.

Im Laufe der mehr als 100 jährigen Geschichte ist Höffner in Berlin bereits 2x umgezogen: Von der Veteranenstraße in die Genthiner Straße und von dort in die Pank- straße. Handel ist immer standortaffin. Wenn nicht rechtzeitig die Zeichen erkannt werden, droht die Insolvenz und die damit verbundene Aufgabe der Arbeitsplätze. Die Historie ist voll davon, siehe Hertie, Karstadt, Woolworth, Tegeler usw. Wir fühlen uns unserer Heimatstadt Berlin und unserem Stammhaus verpflichtet und wollen rechtzeitig handeln.

Im einzelnen entsteht ein Höffner mit einer ca. Verkaufsfläche von 49.000 m², ein Sconto Möbelmitnahme Markt mit ca. 7.500 m² Verkaufsfläche sowie ein weiterer Fachmarkt.